In der Schweiz verletzen sich jährlich bei Strassenverkehrsunfällen rund 900 Velofahrende schwer und 40 tödlich. Beim Mountainbiking abseits des Strassenverkehrs verletzen sich rund 2500 Personen, darunter 100 mit traumatischer Hirnverletzung. Ein passender, gut sitzender Helm reduziert die Wahrscheinlichkeit von Kopfverletzungen um etwa 70 %.
Die Helm-Tragquote ist bei den Schweizer Velofahrenden in den letzten Jahren – nicht zuletzt dank den Sensibilisierungs-Kampagnen von bfu und Suva – stetig von 14 % (1998) über 27 % (2003) auf 38 % gestiegen (2007 und 2008). Die bfu hat berechnet, dass bei einer Velohelmtragquote von 100 % in der Schweiz jährlich rund 20 Getötete und rund 1000 Kopfverletzungen verhindert werden könnten.
Der Helm sollte ersetzt werden, wenn er einen starken Schlag erlitten hat. Auch das Alter des Helms spielt bei der Schutzwirkung eine Rolle. Wärme, Sonne, Regen, Schweiss und Erschütterungen beeinträchtigen auf Dauer die stossdämpfende Wirkung. Ein häufig benutzter Helm sollte deshalb nach 5 Jahren ersetzt werden.
Tipps:
- Tragen Sie einen gut sitzenden Velohelm mit der Bezeichnung EN 1078 – nicht nur beim sportlichen Velofahren, sondern auch im Strassenverkehr.
- Probieren Sie den Helm an: Er soll gut sitzen, ohne zu drücken und zu wackeln.
- Die Vorderkante sollte sich zweifingerbreit über der Nasenwurzel befinden.
- Passen Sie die Bänder auf beiden Seiten gleich satt an. Zwischen Kinn und Band soll nur noch ein Finger Platz haben.
- Wählen Sie einen Helm mit integrierten roten Rückleuchten und mit lichtreflektierendem Material.
Siehe auch:
Fahrzeugähnliche Geräte, Mountainbiking, Velofahren