Jährlich verletzen sich durchschnittlich rund 70 000 Personen aus der Schweizer Wohnbevölkerung beim Ski- und Snowboardfahren, darunter 26 000 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Der Anteil der Kopfverletzungen beträgt dabei rund 15 %. Die Schutzwirkung des Schneesporthelms ist wissenschaftlich bestätigt: Das Tragen eines solchen Helms reduziert das Risiko einer Kopfverletzung bei einem Sturz oder einer Kollision um bis zu 45 %.
Aus diesem Grund setzt sich die bfu seit 2003 mit Präventionskampagnen dafür ein, dass möglichst viele Ski- oder Snowboardfahrende ihren Kopf mit einem Helm schützen. Die bfu empfiehlt auch fürs Schlitteln einen Schneesporthelm. Die Helmtragquote hat sich in diesen Jahren verdreifacht. Rund 76 % der Schneesportlerinnen und Schneesportler auf Schweizer Pisten haben in der Wintersaison 2009/2010 einen Schutzhelm getragen. Bei Kindern liegt die Tragquote bei fast 100 %.
Eine gesetzliche Helmtragpflicht im Schneesport drängt sich nicht auf. Sinnvoll ist es, dass bei Kursen, Skilagern und ähnlichen Veranstaltungen das Tragen des Schneesporthelms vorgeschrieben wird. Dies ist ohne weiteres realisierbar und trägt zur Sensibilisierung der Teilnehmenden und ihren Angehörigen bei.
Oktober 2010