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14.07.2009 
Markante Zunahme der Gurtenträger im Tessin 
bfu-Erhebung der Gurtentragquote 2009

Keine grösseren Veränderungen bei der Gurtentragquote gegenüber dem Vorjahr: Das hat die repräsentative bfu-Zählung 2009 ergeben. Schweizweit schnallen sich 87% der Lenker an (2008: 88%), bei den Beifahrern sind es 88% (2008: 89%). Bemerkenswert ist einzig die markante Zunahme der Gurtenträger im Tessin. Und: Auf den Rücksitzen hat sich die Quote von 65% auf 68% erhöht.

 

Die diesjährige repräsentative Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung über die Tragquote bei Sicherheitsgurten zeigt für die einzelnen Landesteile ein unterschiedliches Bild. Auffallend sind die gestiegenen Tragquoten der Lenker und Beifahrer im Tessin: 2009 tragen 83% der Lenker (2008: 76%) und 84% der Beifahrer (2008: 79%) den Sicherheitsgurt. Somit befindet sich der Südkanton erstmals auf dem Niveau der französischen Schweiz. Dort sind 82% der Lenker (2008: 82%) und 84% der Beifahrer (2008: 86%) angeschnallt. Wie in der Romandie bleiben die Tragquoten auch in der Deutschschweiz gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert: 89% der Lenker und Beifahrer (2008: 90%) befolgen gemäss Erhebung dieses Jahr das Gurtenobligatorium. Immerhin zeigt sich bei den Rücksitzpassagieren schweizweit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Bedenkt man allerdings, dass das Anschnallen auch auf den Rücksitzen obligatorisch ist, ist die Tragquote von 68% (2008: 65%) noch immer unbefriedigend tief.

 

Die Steigerung der Tragquote auf den Rücksitzen und in der lateinischen Schweiz waren zwei Ziele der Kampagne «Ein Band fürs Leben» in ihrem letzen Jahr. Das bereits seit 1994 geltende Gurtenobligatorium auf Rücksitzen hat einen ernsthaften Hintergrund: Wer hinten ungesichert mitfährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern kann bei einer Kollision zum tödlichen Geschoss für Fahrer und Beifahrer werden.

 

Die Kampagne «Ein Band fürs Leben» wurde im November 2005 von der bfu als Kompetenzzentrum für Unfallprävention, dem TCS und dem Verkehrssicherheitsrat im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit lanciert. Die von gezielten Polizeikontrollen begleitete, vier Jahre dauernde Kampagne läuft dieses Jahr aus. Vor ihrem Start nutzten erst 82% der Fahrzeuglenker und 53% der Rücksitzpassagiere den Sicherheitsgurt (die Beifahrer-Quoten werden erst seit 2006 separat erhoben). Würden sich alle Fahrzeuginsassen konsequent anschnallen, könnten in der Schweiz jährlich rund 40 Menschenleben gerettet und 150 schwere Verletzungen vermieden werden.

 

Detaillierte Resultate:

  bfu-Erhebung 2009: Gurtentragquoten

 

Website der Kampagne: www.sicherheitsgurt.ch

 
  
 


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