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26.05.2009 
Fit für die Strasse – ohne Alkohol 
Gemeinsame Präventionskampagne von bfu und Polizei

Alkohol im Strassenverkehr – ein gefährliches Phänomen, das leider immer noch allzu weit verbreitet ist. So positiv sich die Herabsetzung des Alkoholgrenzwerts von 0,8 auf 0,5 Promille und die Einführung anlassfreier Atemalkoholkontrollen im Jahr 2005 auf das Unfallgeschehen ausgewirkt haben: Aufklärung und Kontrolle tun weiterhin not. Denn bei rund 15% aller schwer und tödlich Verunfallten im Strassenverkehr spielt Alkohol eine Rolle. Mit ihrer Gemeinschaftskampagne «Fit für die Strasse?» erinnern die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Polizei an die Gefahr von Alkohol am Steuer.

 

Der Genuss von Alkohol vermindert die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, was im Strassenverkehr fatale Folgen haben kann und auch immer wieder hat. Rund 700 Personen wurden im Jahr 2008 bei Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol am Steuer im Spiel war, schwer verletzt oder getötet. Zwar hat sich die Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Jahr 2005 grundsätzlich positiv auf das Unfallgeschehen ausgewirkt, doch zeigen Untersuchungen der bfu, des Kompetenzzentrums für Unfallprävention, dass die Wirkung der Massnahme inzwischen ausgeschöpft ist.

 

Nur eine umfassende Präventionspolitik kann eine weitere Reduktion der Unfallopfer bewirken. Dabei spielt die Sensibilisierung der Bevölkerung eine grosse Rolle. Im Rahmen der gemeinsamen Alkohol-Präventionskampagne «Fit für die Strasse?» von bfu und Polizei wird die Öffentlichkeit mit Hilfe von Plakaten, Kinospots, Adscreens in Partylokalen und dem Sponsoring von Verkehrs- und Wettermeldungen am Radio auf das Thema «Alkohol am Steuer» aufmerksam gemacht. Da sich die Unfälle vor allem am frühen Abend und in der Nacht – besonders an Wochenenden – ereignen, werden auf Ausgehportalen Internet-Banner platziert, die speziell jungendliche motorisierte Partygänger an die Botschaft der Kampagne erinnern: «Bist du wirklich fit für die Strasse?».


bfu-Direktorin Brigitte Buhmann erklärt dazu an der heutigen Medienkonferenz in Bern: «Unsere Statistiken zeigen: Es sind sehr oft jüngere Männer, die sich in angetrunkenem Zustand ans Steuer setzen». Des weiteren finden in fünf verschiedenen Coop-Einkaufszentren Events statt, an denen Interessierte die Auswirkungen von Alkohol auf die Fahrfähigkeit am Fahrsimulator erleben können.

 

Ein weiteres wichtiges Präventionselement bildet die Erhöhung der subjektiven Kontrollerwartung bei Motorfahrzeuglenkenden. Gegenwärtig rechnen rund 45% der Autofahrer selten damit, in eine Alkoholkontrolle zu geraten, ein Viertel überhaupt nie. Dabei werden häufige Alkoholkontrollen von fast neunzig Prozent der Bevölkerung akzeptiert und als grundsätzlich richtig eingestuft, wie die jüngste repräsentative Bevölkerungsbefragung des LINK Institut im Auftrag der bfu zeigt. Im Rahmen der Kampagne werden im Mai und Juni auf den Schweizer Strassen vermehrt Alkoholkontrollen durchgeführt. «Die Wirkung polizeilicher Kontrollen kann wesentlich verstärkt werden, wenn die Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt», betont Ueli Zoelly, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Chefs der Verkehrspolizeien der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (ACVS); eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, die intensivierte Kontrolltätigkeit jeweils anzukündigen und nach deren Abschluss die Resultate bekanntzugeben

 

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