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19.05.2009 
Schrammen und Beulen ja, schwere Unfälle nein 
Die bfu gibt Hinweise zur Sicherheit auf Kinderspielplätzen

Kinderspielplätze sind Orte der Bewegung, des sozialen Austauschs, der Fantasie, der Gesundheit – und des Vergnügens. Deshalb sind sie für die Entwicklung unseres Nachwuchses wichtig. Kleinere Unfälle und Blessuren gehören mit zum Spiel, nicht aber schwere oder gar tödliche Unfälle. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung gibt einige Hinweise, um sie zu vermeiden.

 

Auf Spielplätzen können Kinder wichtige Erfahrungen sammeln, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen aufbauen, ihre Energie umsetzen. Dabei kann es auch einmal zu Schrammen, Schürfungen oder Verstauchungen kommen. Jährlich verunfallen ungefähr 75 000 Kinder unter 16 Jahren beim Spielen oder bei ähnlichen Tätigkeiten. Das ist eine oft schmerzhafte, aber auch wichtige Erfahrung, trägt sie doch zur Entwicklung eines Risikobewusstseins beim Kind bei.

 

Hingegen sind schwere Unfälle – besonders solche mit bleibenden Schäden oder gar mit tödlichem Ausgang – natürlich zu vermeiden. Entscheidend ist hier die Sicherheit der Anlagen. In spezifischen Normen wird genau aufgeführt, wie ein Spielplatz angelegt sein muss, damit die erforderliche Sicherheit zumindest in baulicher Hinsicht gewährleistet ist. Die Verantwortung, dass ein Spielplatz sicher gestaltet ist und die Normen erfüllt sind, liegt primär beim Eigentümer. Durch regelmässige Überprüfungen hat er dafür zu sorgen, dass mögliche Gefahrenquellen frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Dabei steht ihm die bfu beratend zur Verfügung.

 

Aber auch Eltern und Betreuungspersonen tun gut daran, bei Spielplätzen auf gewisse mögliche Sicherheitsmängel zu achten, wie zum Beispiel:

  • Sind die Geräte instabil oder ungenügend mit dem Untergrund verankert?
  • Weisen sie scharfe Ecken, Kanten oder hervorstehende Teile wie Schrauben oder Nägel auf?
  • Können die Kinder aus der Höhe auf einen harten Untergrund fallen?
  • Weisen die Geräte oder Einfriedungen Stellen auf, in denen sich die Kinder verfangen oder ihre Körperteile einklemmen können?
  • Sind alle Spielgeräte an der prallen Sonne, fehlen schattige Zonen?

Sollten Sie Mängel feststellen oder sonst ein ungutes Gefühl bei einem Spielplatz bzw. einzelnen Spielgeräten haben, sprechen Sie den Eigentümer des Platzes an oder wenden Sie sich an den bfu-Sicherheitsdelegierten Ihrer Gemeinde.

 

Nicht nur der baulichen Sicherheit kommt bei der Verhütung von Unfällen auf Spielplätzen eine wichtige Rolle zu; entscheidend ist auch das Verhalten. Kleinkinder sollten sich keinesfalls unbeaufsichtigt auf Spielplätzen aufhalten. Und noch etwas gilt es zu beachten: Beim Velofahren gehört der Helm dazu, auf dem Spielplatz dagegen hat er nichts verloren. Wenn ein Kind seinen Kopf beispielsweise durch ein Kletternetz oder eine Öffnung steckt, läuft es mit Velohelm Gefahr, steckenzubleiben oder sich im schlimmsten Fall zu strangulieren. Auch Schlüsselanhänger können sich verfangen und zur gefährlichen Schlinge werden.

 

   bfu-Fachbroschüre "Kinderspielplätze"

 

  Liste der bfu-Sicherheitsdelegierten in den Gemeinden

 

 
  
 


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