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04.03.2009 
Positive Wirkung des Sicherheitsgurtes: Live-Crash im Flon 
 

Zahlreiche Neugierige werden am 5. März auf der Esplanade du Flon in

Lausanne eine nicht alltägliche Erfahrung machen können: sie werden in einem der Crash-

Simulatoren Platz nehmen und dort die Schutzfunktion des Sicherheitsgurtes testen dürfen. Das Highlight des Tages: Der Live-Absturz eines in 10 Meter Höhe aufgehängten Autos. Dies entspricht der Wucht des Aufpralls bei einer Frontalkollision mit 50 Kilometer in der Stunde. Die Veranstaltung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, dem TCS und dem Dynamic Test Center (DTC) ist Teil der Kampagne «Ein Band fürs Leben».

 

Schon bei einer Geschwindigkeit von nur 10 km/h kann der Sicherheitsgurt entscheidend sein! Sei es an Bord eines Crash-Simulators oder in einem Überschlagwagen. Wer noch Zweifel hatte, kann sich nun persönlich davon überzeugen: Um 13 Uhr stürzt ein am Kran aufgehängtes Auto 10 Meter in die Tiefe. Das wirkt zwar spektakulär, im Strassenverkehr ist diese Situation jedoch nicht abwägig. Sie entspricht der Heftigkeit des Aufpralls, dem man bei einer Frontalkollision gegen ein festes Hindernis bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ausgesetzt ist. Bei diesem Experiment sitzen im Innern des Fahrzeugs 4 Puppen – sogenannte Dummys. 3 davon sind angeschnallt, der vierte Dummy auf dem rechten Hintersitz ist nicht angegurtet. Er wird nach vorne geschleudert und gegen den Sitz des vor ihm sitzenden Passagiers gedrückt. Dadurch reisst der Sicherheitsgurt des Passagiers auf dem Vordersitz und dieser wird mit voller Wucht gegen das Armaturenbrett geschleudert. In einer realen Situation hätten beide Insassen nur sehr geringe Überlebenschancen, weil ihr Gewicht sich bei 50 km/h um das 20-Fache erhöht, was schwere, ja sogar tödliche Verletzungen nach sich ziehen kann.

 

Mit dieser ebenso innovativen wie überzeugenden Veranstaltung wollen bfu, TCS und DTC an einem konkreten Beispiel erinnern, wie wichtig es ist, sich auf dem Vorder- wie auf dem Rücksitz anzugurten, auch auf kurzen Fahrten. Wenn sich in der Schweiz alle Fahrzeuginsassen angurten würden, könnten jedes Jahr 40 Menschenleben gerettet werden. Leider waren 2008 gesamtschweizerisch immer noch 19 % der Fahrzeuglenkenden und 35 % der Insassen auf dem Rücksitz nicht angegurtet. In der Westschweiz sind es sogar 31 %, die den Sicherheitsgurt immer noch nicht tragen.

 

Seit 2005 ist jedoch die Tragquote dank der Präventionskampagne «Ein Band fürs Leben» von 74 % auf 81 % gestiegen. Auch auf dem Rücksitz sind deutliche Forschritte zu verzeichnen, nämlich von 53 % auf 65 %. Die bfu und ihre Partner peilen eine Tragquote von nahezu 100 % an, wie sie in anderen europäischen Staaten durchaus üblich ist. Sich anzugurten ist eine lebensrettende Geste: Sie darf bei keiner Fahrt in einem motorisierten Fahrzeug fehlen.

 

Ab 15:30 Uhr können Sie Bilder des Events von folgender Internetadresse herunterladen:

www.sicherheitsgurt.ch/flon/photos.html

 

Informationen zur Kampagne: www.sicherheitsgurt.ch

 

 
  
 


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