Für rund eine Million Menschen hat in der Schweiz die Skate-Saison begonnen. Viele setzen sich aber einem grossen Verletzungsrisiko aus, weil sie ohne Gelenkschoner und Helm skaten – nur gerade 4 % schützen sich optimal. Mit der Kampagne „I protect myself“ will die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu Skatefans zum Tragen der Schutzausrüstung motivieren.
Inline-Skating ist eine der beliebtesten Sommersportarten. Entsprechend hoch sind die Unfallzahlen: jährlich fast 14'000 Verletzte. Besonders risikoreich sind die ersten Skate-Stunden, denn Anfänger verursachen jeden dritten Unfall. Mit dem Besuch eines Grundkurses kann dieses Risiko vermindert werden. Die Teilnehmer machen sich dort vertraut mit der Grundposition, den wichtigsten Bremstechniken, dem Fahren und Ausweichen. Kopf, Hände, Ellbogen und Knie sind generell am stärksten gefährdet, ihr Anteil an allen Verletzungen beträgt über 50 %. Durch das Tragen von Helm, Knie- Ellbogen- sowie Hand- und Handgelenkschoner könnte bei einem Sturz rund die Hälfte der Unfälle vermieden werden.
Skater unterschätzen oft ihre Geschwindigkeit und die daraus resultierende Sturzgefahr: Mit Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h stürzen sie mit 25-fach höherer Wucht als Fussgänger zu Boden oder gegen ein Hindernis. Der Bremsweg beträgt bei 20 km/h mindestens 5 Meter.
Für ungetrübten Fahrspass eignen sich Rollsport-Anlagen, verkehrsfreie Plätze, Radwege und verkehrsarme Nebenstrassen. Auf viel befahrenen Strassen ist Skaten verboten und auf Trottoirs dürfen Fussgänger weder behindert noch gefährdet werden.